European Six Sigma Club

Deutschland e.V.
Aus der Praxis für die Praxis

Die Geschichte des European Six Sigma Clubs

Kjell Magnusson war auf Seiten der ABB Gruppe (Asean Brown Bovery) für den Erfolg eines Verbesserungsprogramms verantwortlich. Zusammen mit Michael Harry - einem der "Väter" von Six Sigma - gelang den beiden der überzeugende Beweis, durch verbesserte Qualität die Kosten deutlich zu reduzieren. Six Sigma wurde als die leistungsfähige Methode zur Verbesserung von Prozessen demonstriert mit herausragenden Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Es war Kjell Magnusson, der mit dem Ziel des Benchmarking und des Erfahrungsaustauschs die ersten Europäischen Six Sigma Anwender zu einem jährlichen Six Sigma Symposium einlud. Ein kleiner Kreis von Experten traf sich deshalb einmal im Jahr zum Best Practice Sharing. Die geschlossene Form der Treffen erlaubte einen sehr offenen Austausch von Erfahrungen und neuer Ideen bis zur Grenze vertraulicher Unternehmens Informationen. Unternehmensweite Kulturänderungen sind - wie die Erfahrung zeigt - schwierig umzusetzen. Die Gespräche dieses Expertenkreises hatten eine sehr stimulierende Wirkung auf die Teilnehmer ausgeübt, die mit neuen Ideen - aber auch mit Erkenntnissen, was man besser nicht tun sollte - die Umsetzung in ihren Unternehmen beschleunigten.

Inzwischen wird Six Sigma auch in Europa von vielen Unternehmen erfolgreich eingesetzt und die Akzeptanz und Ausbreitung nehmen stark zu. Deshalb beschloss dieser Expertenkreis, der Tatsache gerecht zu werden und sich weiteren Teilnehmern zu öffnen. Der Erfahrungsaustausch soll allen Anwendern von Six Sigma ermöglicht werden, die Interesse haben, einen Beitrag zu leisten. Dieser erweiterte Kreis von Interessenten nannte sich European Six Sigma Club.

In einem ersten Schritt wurde ein Steering Commitee gegründet. Es bestand aus den Gründungsmitgliedern des European Six Sigma Club (Vertreter der Firmen ABB, Allied Signal, Ericsson, Philips, Siemens, Whirlpool). Diese einigten sich darauf, die Ziele operativ in jährlichen Zwei-Tages-Workshops umzusetzen. Eines der Unternehmen der (Gründungs-) Mitglieder übernimmt die Schirmherrschaft (Sponsor).

Der erste Workshop in fand im Oktober 1999 in Varese in Nord-Italien statt. Sponsor war die Europäische Division der US-Firma Whirlpool. Black Belts, Master Black Belts und Champions berichteten über Ihre Erfahrungen, erläuterten Projekte, diskutierten Hürden, die einer raschen Umsetzung im Wege standen und berieten, wie das Europäische Management stärker auf diese Methode aufmerksam gemacht werden kann. Weitere Workshops fanden in Barcelona, München, Malmö;, Madrid und Lissabon statt. Regionale Treffen gibt es seit 2003 in Spanien und seit 2005 in Deutschland.

Alle Workshops waren geprägt durch eine offene, konstruktive Atmosphäre. Die Teilnehmer waren sich alle einig, dass dies der richtige Weg ist, der Six Sigma Methodik in Europa gleichfalls zum Erfolg zu verhelfen.